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Deutsches Rotes Kreuz

Ortsverein Gronau und Epe e.V.
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48599 Gronau

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Beschluss zur Verschmelzung vom DRK Gronau mit DRK Epe


Der Weg zum Ziel war lang, hat Diskussionen und an der einen oder anderen Stelle auch Überzeugungsarbeit gekostet. Jetzt ist es geschafft: Künftig wird es in der Stadt nur noch einen DRK Ortsverein Gronau und Epe e.V. mit mehr als 1400 aktiven und – zumeist fördernden – Mitgliedern geben. In einer gemeinsamen Mitgliederversammlung machten die DRKler aus beiden Stadtteilen dafür am Dienstagabend den Weg frei.

Über ein volles Haus freuten sich im DRK-Zentrum an der Ochtruper Straße zu Beginn Sandra Cichon (Vorsitze DRK Gronau) und Felizita Söbbeke (Vorsitzende DRK Epe). „Wir sind glücklich, dass wir nach einem langen Weg hier gemeinsam sitzen.“ „Glücklich und froh“, weil man sich das zu Beginn des Weges nicht habe vorstellen können. Glücklich und froh auch darüber, dass die Bereitschaften und das Jugendrotkreuz ihr Votum für den gemeinsamen Ortsverein gegeben hätten. Söbbeke: „Nur so hat das Rote Kreuz in Gronau und Epe eine Zukunft.“

17 Punkte umfasst der Verschmelzungsbericht, der danach vom Gronauer DRK-Schatzmeister Gerd Schlüter verlesen wurde. Darin heißt es in Punkt zwei: „Grund der Verschmelzung ist die Herbeiführung von Synergieeffekten durch die Zusammenführung insbesondere der Bereitschaften. Hierdurch wird u.a. die Einsatzfähigkeit im Katastrophenschutz gewährleistet. Ebenso wird die offene Jugendarbeit durch Zusammenführung der Jugendrotkreuzgemeinschaften (JRK) gestärkt.“

Einstimmig genehmigten die stimmberechtigten Mitglieder anschließend (noch getrennt nach Ortsvereinen) den Bericht und den Verschmelzungsvertrag, der rückwirkend zum 1. Januar 2018 die Vereinigung beider Ortsvereine vorsieht. Um 19.17 Uhr folgt dann die erste gemeinsame Abstimmung über die neue Satzung – einstimmig.

Danach werden im Minutentakt die Vorstandsämter neu esetzt: Vorsitzende des neuen Ortsvereins wird Sandra Cichon, ihre Stellvertreterin Felizita Söbbeke. Das Amt des Schatzmeisters übt künftig weiterhin Gerd Schlüter aus, zum Bereitschaftsarzt wird (in Abwesenheit) Wolfram Sattler gewählt. Die Funktion des Rotkreuzleiters übernimmt Sascha Vocke, Rotkreuzleiterin wird Silvia Zimmermann, Schriftführerin Michaela Vocke, die zugleich auch stellvertretende Rotkreuzleiterin wird. Stellvertretender Rotkreuzleiter wird Benjamin Kottig. Besetzt werden muss noch die Position des Leiters des Jugendrotkreuzes – dies soll nach entsprechenden Vorschlägen aus dem JRK erfolgen.

Sandra Cichon und Felizita Söbbeke machen am Rande der Versammlung gegenüber den WN deutlich, dass der Verschmelzung ein langer Weg mit Gesprächen und Diskussionen vorausgegangen ist. „Wir haben vor fünf Jahren erste Überlegungen angestellt, weil wir gesehen haben, dass es so nicht weitergeht“, so Felizita Söbbeke. In der Folge sei der Ortsverein Epe auf die Gronauer zugegangen. „Die Gespräche auf Vorstandsebene haben dann vor rund zweieinhalb Jahren begonnen. Wir hatten dabei recht schnell ein gemeinsames Eckpunktepapier“, ergänzt Sandra Cichon. Gleichwohl ist die Verschmelzung vor allem in Ortsverein Epe nicht allen leicht gefallen, wie Felizita Söbbeke auf Nachfrage sagt. „Da galt es an manchen Stellen schon Überzeugungsarbeit zu leisten“, macht sie deutlich. Das sei aber verständlich, weil die Eper DRKler nicht nur die Eigenständigkeit sondern auch den eigenen Standort an der Laurenzstraße aufgeben. Neue Heimat für den neuen DRK-Ortsverein ist künftig das DRK-Zentrum an der Ochtruper Straße. Söbbeke: „Wir werden mit der Stadt darüber reden, uns vorzeitig aus dem Mietvertrag für die Eper Immobilie zu entlassen.“

 

Dass das Zusammenspiel im neuen Ortsverein längst begonnen hat, zeigt die Tatsache, dass die DRK-Bereitschaften ihre Übungsabende und die Jugendrotkreuzmitglieder ihre Gruppenstunden bereits seit längerem gemeinsam abhalten. Nach der Sommerpause soll es zudem ein gemeinsames Fest geben. Und auch den bisherigen DRK-Mitgliedern, die nach jahrzehntelangem Engagement aus dem Vorstand ausgeschieden sind, soll in angemessener Form gedankt werden. Das gelte vor allem für die verdienten Mitglieder Franz-Josef Dierksmeier und Karl-Wilhelm Heine.

Nach knapp 30 Minuten war am Dienstagabend die Verschmelzungsversammlung beendet. „Das DRK hat jetzt eine gemeinsame Zukunft“, schlossen Felizita Söbbeke und Sandra Cichon das Treffen, nachdem unter Punkt „Verschiedenes“ nichts mehr zur Diskussion stand: „Nichts mehr – außer Freude“, wie Söbbeke es formulierte.